Playa secreta

Playa secreta

Unser Urlaub in Spanien ist gefühlt schon wieder eine Ewigkeit her. Der Alltag hatte mich direkt mit voller Wucht bereits am ersten Arbeitstag wieder erfasst.

Um so schöner sind die Erinnerungen an den Urlaub.

Seit einigen Jahren fahren wir regelmäßig nach Andalusien. Immer in den selben Ort, in das selbe Haus. Die Routine, alles zu kennen und zu wissen, wo man hingeht, um einen bestimmten Effekt zu erreichen, bringt Entspannung binnen Stunden, besonders mit Kind.

Wir haben drei Lieblingsstrände, zwischen denen wir wechseln. Ja, es ist ein reiner Strandurlaub mit viel Schlaf, Büchern, Sandburgen und Schwimmen…

Heute möchte ich von einem Tag an unserem „geheimen Strand“ erzählen. Vor Jahren hat uns einmal ein Kellner im Restaurant den Tipp gegeben, der Playa Mangueta sei schön. Er liegt versteckt am Ende eines unbefestigten Wegs ­– hier lohnt sich eine Unterboden-Versicherung für den Leihwagen!

Es ist ein naturbelassener Strand, einer der wenigen playa naturista im konservativen Andalusien, ohne viel Infrastruktur. Ein ausgetrockneter Fluss endet am Strand. Pferde grasen auf den ausgedörrten Wiesen hinter den Dünen. Über einen Holzsteg gelangt man an dem Strand und am Ende des Steges tut sich ­– wie eine Oase­ – eine kleine Holzbretterbude mit Palmen auf. Die Ohju Beach Bar.

Wir haben sie 2016 entdeckt und waren mehr als enttäuscht, als wir sie in den folgenden Jahren nicht mehr vorfanden. Dort gab es Drinks, Musik und Sardinen, Sepia und vieles mehr vom Holzkohle-Grill. Es wurde Reggae gespielt und mit einem kleinen Trampolin war es für alle paradiesisch. Die Pferde, die im Sonnengang den Strand entlangkamen, haben das Bild abgerundet.

Dank meiner Stalking-Künste – nehmt Euch in Acht 😉 – habe ich letztes Jahr entdeckt, dass die Bar wieder eröffnet haben musste. Aktuelle Fotos tauchten bei Instagram auf… Wenige Tage später stand unser Entschluss fest, wir reservierten unser Lieblingshaus und buchten den Flug.

Surf 'n' Turf 4

Natürlich geht so eine Pause nicht ohne Änderungen einher: Es gab kein Trampolin mehr –zum Glück reichte die Erinnerung der Raupe nicht so weit zurück. Essen gab es nur während der spanischen Siesta, da man abends mehr Club sein wollte und geheim schien der Strand schon lange nicht mehr… Oder es lag an daran, dass wir diesmal aunahmsweise noch knapp innerhalb der Hauptsaison dort waren. Es lohnte sich die Tische am Tag vorher zu reservieren. Die Fischgerichte sind um Fleisch von Grill und Burger ergänzt worden.

Passend dazu habe ich Euch heute ein andalusisches Surf `n` Turf mitgebracht. Die Geschmäcker vom Playa Mangueta. Das Rezept für die Paprika-Marmelade habe ich bei der wunderbaren Conny von der Seelenschmeichelei gefunden, ich habe sie mit Pimenton de la vera statt mit Piment d´Espelette gewürzt.

Surf ‘n’ Turf andaluz

(2 Personen)

400g Presa iberico

1 Pulpo-Arm, vorgegart

Paprikamarmelade nach Belieben

Die Presa gut salzen und von beiden Seiten auf dem Grill, wahlweise in der Pfanne, kurz und kräftig anbraten. Ebenso mit dem Pulpo verfahren, er sollte von außen kross und voller Röstaromen sein und von innen saftig uns zart.

Großzügig die Marmelade auf einen Teller klecksen und das adalusische Surf ‘n’ Turf drauf stapeln. Dazu z.B. Pimientos de Padron servieren.

Paprika-Marmelade

(1 Glas á 250ml)

500g Paprika

150g Zucker

25ml Wasser

2 Esslöffel Tomatenmark

1 Teelöffel Meersalz

½ Teelöffel Pimenton de la vera

Die Paprika waschen, entkernen und grob würfeln. Zusammen mit den anderen Zutaten in einen Topf geben und bei milder Hitze etwa 45 Minuten lang köcheln lassen. Pürieren und durch ein Sieb streichen und nochmals einkochen lassen, bis die Marmelade dickflüssige Konsistenz hat. In ein sterilisiertes Glas mit Twist-Off-Verschluss füllen, verschließen, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.

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