Bittersweet Symphony.

Bittersweet Symphony.

Jetzt wurde monatelang lauthals über den Brexit diskutiert und nun musste ich feststellen, dass es morgen, bzw. gleich schon soweit ist. Dafür ist es verhältnismässig ruhig um das Thema geworden. Fast kommt es überraschend.

Die Effilee hat den kulinarischen Brexit in ihrer letzten Ausgabe bereits beleuchtet, es gab passende schnelle Teller von Stevan Paul und einen Artikel über Absonderlichkeiten der englischen Küche.

Ich selbst habe viele Seiten der britischen Küche lieben gelernt. Durch sanften Druck des Gatten habe ich mich an Mint-Sauce zu Lammbraten gewöhnt. Bei dem Gedanken an After Eight oder Magnum Mint schüttelt es mich allerdings weiterhin. Dafür habe ich durchaus eine große Vorliebe für englisches Frühstück mit Granola, Porridge, Eggs Benedict und ähnlichem entwickelt. Baked Beans brauche ich nicht unbedingt.

Ich bin großer Fan des Sunday Roast und der englischen Pubkultur, auch wenn mir ein gutes 7-Minuten Pils natürlich deutlich besser schmeckt als das britische vermeintliche Pendant. Scones, die ich vor vielen Jahren noch als geschmackloses Gebäck bezeichnet habe, sind in meinem Ansehen gestiegen.

Und im Alter habe ich auch Zugang zu bitteren Aromen gefunden, weswegen ich Euch heute einen englischen Klassiker mitgerbacht habe. Na gut, nicht ganz klassisch: Grapefruit-Cranberry-Marmelade, eine bittersweet Symphony, in Anlehnung an die englische Bitterorangenmarmelade.  Kreiert von Jan Hendrik, seines Zeichen erster südafrikanischer Michelin-Stern-Träger, der seinen vielfältigen Talenten in seinem Magazin Jan The Journal freien Lauf lässt. Mein lieber Freund Tim hat mir eine Ausgabe bei meinem letzten Besuch in Kapstadt geschenkt. Dankie well, Tim!

Grapefruit-Cranberry-Marmelade

(ca. 4 Gläser)

2 pinke Grapefruits

125 ml Granatapfelsaft

125 ml Wasser

50 g Pektin

525 g Zucker

wahlweise die letzeren beiden Zutaten durch Gelierzucker ersetzen.

Die Haut der Grapefruit dünn schälen, möglichst ohne das Weiße. Die Haut in dünne Streifen schneiden, sie sollten etwa 125 ml ergeben. Die Haut mit dem Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, abdecken und in 15-20 Minuten weiterköchlen lassen.

Die Grapefuite nun filetieren, nachdem zuerst die restliche weiße Haut entfernt wurde.

Die Filets mit dem Wasser, der Haut und dem Granatapfelsaft aufkochen und nochmals 5 Minuten köchlen lassen. Das Pektin  hinzufügen und rühren bis es sich aufgelöst hat. Den Zucker hinzufügen und rühren bis auch er sich aufgelöst hat. Eine Minute köchlen lassen und den Schaum entfernen. Weitere 10 Minuten zu rühren, damit sic die Schale nicht oben absetzte. Eine Gelierprobe machen, dann in sterilisierte Gläser wahlweise heiß abfüllen oder nach dem Abfüllen nochmal in den Dampfgarer geben.

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