Zitronen-Thymian-Trifle (Werbung)

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Eine Weinhandlung wie „Suff“ kann man sich nur schwer an einem anderen Ort als Berlin vorstellen. Selten passte eine Weinhandlung so perfekt in ihre Umgebung. Dennoch findet man hier nicht Billigfusel für Alternative und Ausgeflippte, sondern eine sehr persönliche Auswahl von sehr guten Weinen aus Deutschland, Frankreich und Spanien, dazu einige seltene Exoten aus Übersee. Die Bedienung ist sehr hilfsbereit, kompetent und erfreulich frei von jeglicher Besserwisserei. Die optische Erscheinung ist einmalig schräg – im positiven Sinn versoffen.

schrieben Jürgen Dollasse & Stuart Pigott über die Weinhandlung Suff und und kürten sie in der FAZ zur Weinhandlung des Jahres 2011.

Mittlerweile ist sie auch an einem anderen Ort zu finden: im worldwideweb. Coronabedingt, als die Systemrelevanz von Weinläden noch in Frage stand, haben die Suffköppe sich 2020 entschlossen, einen Online-Shop hochzuziehen. Aber klar, Wein ist Lebensmittel, ist systemrelevant, besonders in Coronazeiten. 😉

Als erstes stach mir unser Hochzeits-Weisswein, die Scheurebe von Weingut Zimmer-Mengel, ins Auge. Und auch der Hauswein ist von Zimmer-Mengel und ich dachte, es müsse Vorsehung sein, dass mir eine Kooperation angeboten wurde. Zur Verkostung habe ich eine große, spannende Kiste Wein zur Verfügung gestellt bekommen, durch die ich mich – ganz selbst los, nur für Euch – langsam durchprobieren werden.

Den Anfang hat der Rosé-Sekt von Arno Schembs gemacht. Er ist der dienstältestete Winzer in der Familie der Suffköppe. Die Weinhandlung sieht die Winzer nicht nur als Lieferanten. Es sind Freunde, die mit Bedacht ausgewählt und sehr geschätzt werden.

Es ist der erste Petillant naturel aus dem Hause Schembs. Roter Muskateller, Scheurebe und Riesling. In der Nase zeigen sich Aromen von weißen Trauben, ein wenig Pfirsich, weißen Johannisbeeren und feiner Hefe. Am Gaumen schenkt der Pet Nat uns einen ganz trockenen und feinfruchtigen Auftakt.

Dazu habe ich Euch ein fruchtiges erfrischendes Trifle gemacht, angelehnt an die Aromenwelt von Suffkopp Pauls No-Bake-Cheesecake, von dem er mir im Kennenlerntelefonat so viel vorgeschwärmt hat.

Der perfekte Auftakt in ein sonniges Osterwochenende.

Bei Kerstin aka cookingafair findet ihr übrigens Rezepte zu einer Falafel-Party als Pairing zum Pet Nat.

Was für eine schöne Kooperation. Ich hab glatt ein paar Schmetterlinge im Bauch. Weitere Weine mit Rezepten werden folgen, denn: Wer will nicht “Schöner Trinken”?

Zitronen-Thymian-Trifle

(4 Gläser à 220ml)

300g Ziegenfirschkäse

300g griechischer Joghurt

2 Zitronen

2 EL Honig

4 EL Zitronen-Thymian-Gelee (Rezept siehe unten)

50 g Mehl

100 g kernige Haferflocken

80 g brauner Zucker

75 g weiche Butter

6 Zweige Thymian, Blätchen gezupft und fein gehackt

Für die Streusel den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Mehl, Haferflocken, Thymian, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die Butter in kleinen Flöckchen darüber verteilen und mit den Händen zu Streuseln verarbeiten. Im Ofen goldbrau knusprig backen.

In der Zwischenzeit Ziegenfrischkäse und Joghurt zu eine glatten Creme verühren und mit ein wenig Honig abschmecken.

Ziegenfrischkäse-Joghurt-Creme, Crumble und Zitronengelee abwechselnd in Gläser Schichten, mit dem Crumble abschließen, Mit einer Cedri-Zitronen-Scheibe und einen Thymianzweig garnieren und kaltstellen. Gut gekühlt mit einen Gläschen Pet Nat genießen.

Zitronen-Thymiangelee (ohne Schalen)

(ca 4 Gläser à 300ml)

3 große Cedri-Zitronen, Bio-Qualität

2  Bio-Zitronen

1- 1,5l Wasser

1 Bd. Thymian

Gelierzucker 2:1, Menge entsprechend der Packungsanweisung

Zitronen in einem Topf mit kochendem Wasser einige Minuten kochen um sie zu reinigen. Thymian in einen Teebeutel geben und zubinden.

Die Cedri-Zitronen grob würfeln. Die Bio Zitronen auspressen und Flüssigkeit und Schalen zu den Cedri-Zitronen geben. Den Thymian im Teebeutel hinzugeben. Alles knapp mit dem Wasser bedecken, aufkochen und etwa 2 Stunden bei schwacher Hitze weich kochen.
Die Flüssigkeit durch ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb geben, die Flüssigkeit auspressen.

1 Liter abmessen, mit dem Gelierzucker in den Topf zurückgeben und Einkochen. Damit das Gelee eine ausreichende feste und beständige Konsistenz bekommt, braucht es manchmal zu 45 Minuten.  Zwischendurch eine Gelierprobe machen, in dem ein Tropfen des Gelees auf kaltes Porzellan getropft wird. Hierdurch kann man die Konsistenz abschätzen. Geduldig sein!

Das noch heiße Gelee in mit heißem Wasser durchspülte Gläser füllen. Mit dem Schraubverschluss schließen und gleich zum Abkühlen auf den Kopf stellen, damit ein Vakuum entsteht. Klassische Einweckgläser direkt mit dem entsprechendem Gummiring und den Klammern verschließen und abkühlen lassen.

Möchte man eine klassische Marmelade mit Schalen machen:

Die Cerdi-Zitronen ganz für ein bis zwei Stunden mit den Bio-Zironen in Wasser köcheln lassen. Die Zitronen aus der Kochflüssigkeit nehmen, abkühlen lassen und halbieren. Über dem Kochtopf vorsichtig ausdrücken, so dass das Fruchtfleisch und die Kerne in die Garflüssigkeit fallen. Diese auf 1 l einkochen. Anschließend durch ein Sieb gießen.
Die Zitronenschalen in feine Streifen schneiden und zusammen mit Zucker und dem Zitronenwasser bei großer Hitze ca. 30 Minuten einkochen. Dabei vor allem in der zweiten Hälfte der Kochzeit ständig rühren. Eine Gelierprobe machen: Wird der letzte Tropfen am herausgehobenen Rührlöffel fest, wird später auch die Marmelade fest. Die Marmelade in Gläser füllen. Fertig.

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