Winterzeit ist Erkältungszeit ist Suppenzeit.

Mein Plan war es vorbeugend Suppenrezepte für die kommende Erkältungszeit zu bloggen, kurz dachte ich sogar an eine Reihe mit dem Titel: Erkältungssuppen aus aller Welt. Mit Reihen ist das bei mir immer so eine Sache, ich schaffe es meistens nicht. Aber ich möchte Euch zumindest mit meiner derzeitigen Lieblingssuppe bekannt machen, der vietnamesischen Pho. Ja, ich weiß ein alter Schuh. Aber Ihr wisst ja, ich hinke immer etwas hinterher.

Letzten Winter aka letzte Erkältungssaison habe ich die Pho für mich entdeckt. Ich habe meine Familie – als menschliches Schutzschild und Keimfänger – gut vor schlimmeren Erkältungen abgeschirmt und stattdessen mich selber den ganzen Winter hindurch mit Nasennebnhöhlenentzündungen, Husten, Schnupfen, Rachen und sonstigem rumgeschlagen. Was tut man nicht alles für die Liebsten?! Glücklicherweise liegt auf dem Weg zur Kita meiner Tochter ein fantastischer Vietnamese, dem ich regelmäßig mittags vor dem Abholen meiner Raupe einen Besuch abgestattet habe, um mich an der wunderbaren Pho zu laben.

Dieses Jahr habe ich sie endlich mal selber gekocht und bin, noch während des Kochens prompt krank geworden. Meine Körper scheint da eine Verbindung zu sehen… Pho? Oh, dann bin ich wohl krank!  Ich glaube aber, sie schmeckt auch im gesunden Zustand einfach köstlich und möchte sie Euch wärmstens ans Herz legen! Dazu gibt es eine Restaurantempfehlung: Garduong. Es wurde schon mehrfach von Stevan Paul empfohlen und der Empfehlung bin ich, wie schon vielen Anderen von Herrn Paul, gefolgt. Es ist einfach praktisch im gleichen Hood zu wohnen und mit qualifizierten Rezensionen der neuesten Lokale der Umgebung versorgt zu werden! 😉 Vielen Dank, Stevan!

Und Jungs, mit nichts könnt Ihr Eure Liebste am Besten verwöhnen und beeindrucken als mit einer guten Suppe bei einer Erkältung!

Kommt gut durch den Winter! Krächzende Grüße, Eure Pia

Pho

(6Portionen)

Rinderbrühe

  • 1200 g Suppenfleisch vom Rind (Beinscheiben, Knochen)
  • 1 Stück Ingwer
  • 4 Sternanis
  • 2 Zimtstangen
  • 1 TL Kardamomkapseln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Bund Suppengemüse
  • 4 l Wasser

Einlage

  • 200 g Reisnudeln
  • 300 g Rinderfilet
  • 2 Handvoll Mungobohnensprossen
  • 1 Handvoll Thai-Basilikum
  • 1 Handvoll Minze
  • 3 Baby Pak Choi
  • 4 Limetten
  • ca 8 EL Fischsauce
  • 2 rote Chilischote
  • Salz und Pfeffer
  • Chiliöl

Für die Fleischbrühe das Fleisch gut abspülen. Die Zwiebel halbieren und einem großen Topf bei großer Hitze schwarz rösten. Den Ingwer in dünne Scheiben schneiden. Fleisch, Ingwer und Gewürze zu den Zwiebel geben und anbraten. Mit dem Wasser auffüllen, etwas salzen und etwa 30 Minuten köcheln lassen. Das Suppengemüse putzen und grob würfeln. Alles 3-4 Stunden lang köcheln lassen.

Derweil das Rinderfilet waschen und abtrocknen, in Frischhaltefolie gewickelt einfrieren, um es im Verlauf besser dünner aufschneiden zu können.

Die Mungobohnensprossen waschen und abseihen, Die Kräuter waschen und die Blätter abzupfen. Die Chilis entkernen und in dünne Streifen schneiden. Die Limetten halbieren. Die Reisnudeln nach Packungsanleitung kochen und abtropfen lassen. (cave: Bei meiner Packung standen hinten und vorne unterschiedliche Angaben drauf, die Nudeln waren leider zu al dente – besser den Händler nach der empfehlenswerten Zubereitung fragen)

Die Brühe nach ausreichender Kochzeit abseihen und zurück in den Topf geben. Mit der Fischsauce, Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und noch einmal aufkochen. Den Baby Pak Choi kurz mitgaren.

Die Nudeln, den Pak Choi, die Mungosprossen, ein wenig Chili und das dünn aufgeschnittene Rinderfilet in die Suppenschüsseln verteilen. Die heiße Suppe über die Zutaten geben.

Die Kräuter, die restlichen Limetten, ein wenig Chiliöl und Fischsauce zusammen mit der Suppe zur individuellen Gestaltung servieren und genießen.

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