Vorratsschrank

Hier möchte ich Euch einen Einblick in meinen Vorratsschrank geben, die Lebensmittel vorstellen und einge Grundrezepte vorstellen. Vorratshaltung hat in der heutigen Zeit deutlich abgenommen. Speisekammern gehören immer seltener zur Haus- und Wohnungsplanung, was sicher auch den Preisen für Wohnraum insbesondere in Städeten geschuldet ist. Nichtdestotrotz gibt es einige Basiszutaten, die den Kochalltag und spontanes Kochen erleichtern. Ich mag den Vergleich von Donna Hay in ihrem Kochbuch ‘Meine sponatne Küche’ mit einem Kleiderschrank, in dem sich Basisteile finden, denen mit Accessoires eine besondere, saisonale Note verliehen wird. Die Accessoires stehen hier für die frischen Zutaten. Hat man einen guten Vorratsschrank kann man am jederzeit dem Verlangen nach dem Duft eines frischgebackenen Kuchens nachgeben.

Baharat

1 TL schwarze Pfefferkörner, 1TL Koriandersamen, 1 kleine Zimtstange (grob gehackt), 1/2 TL Gewürznelken, 1/2TL Piment, 2 TL Kreuzkümmelsamen, 1TL Kardamomkapseln (die Samen aus den Kapseln lösen), 1/2 Muskatnuss (gerieben)

Die Gewürze in einem Mörser zu feinem Pulver verarbeiten und in einem Schraubglas aufbewahren.

Couscous

wird aus Grieß von Weizen oder Hirse zubereitet. Der Grieß wird befeuchtet, so das sich Klumpen bilden, die zwischen den Händen zu kleinen Kügelchen zerrieben werden. Couscous wird über heißem Wasser oder der zugehörigen kochenden Sauce gedämpft. Heute wird er zumeist industrielle hergestellt und man findet ihn vorgegart in denSupermärkten, so dass man ihn nur noch mit heißem Wasser aufquellen lassen muss.

Kapern

Kohlrabi, sauer eingelegt

(3 300ml Gläser)

2 Kohlrabi

50 g Zucker

2 Thymianzweige

100 ml Weißweinessig

400 ml Weißwein

2 EL Honig

2 Lorbeerblätter

2 Sternanis

4 Pimentkörner

5 Wacholderkörner

10 Pfefferkörner

Den Kohlrabi schälen und in dünne Scheiben hobeln.

Den Zucker und 1 EL Wasser in einem Topf unter Rühren zum Kochen bringen. Die Temperatur herunterschalten und die Flüssigkeit einkochen bis sie dickflüssiger wird und eine braune Farbe annimmt. Den karamellisierten Zucker mit dem Essig und dem Weißwein ablöschen. Noch einmal kurz aufkochen, dann Thymian, Honig, Lorbeer, Sternanis, Piment und Wacholder dazugeben. Den Sud bei niedriger Temperatur ziehen lassen. Den Kohlrabi in sauber Einweckgläser füllen und den Sud rübergeben. Die Gläser sofort verschließen. Mindestens 3 Tage vor Gebrauch ziehen lassen – je länger, desto besser.

Oliven, schwarz

Perlgraupen

Pizzateig

375g Mehl

1 1/2TL Hefe

1/2EL Salz

250ml lauwarmes Wasser

2EL Olivenöl

Maismehl

Die Hefe in einem Viertel des Wasser auflösen und 10 Minuten gehen lassen. Mit einem Holzlöffel das Mehl portionsweise unterrühren, 1EL Olivenöl und Salz untermischen. Das Mehl sorgfältig unterarbeiten bis ein knetbarer, weicher nicht zu klebriger Teig entstanden ist. Den Teig aus der Schüssel nehmen und mehrfach auf die Arbeitsfläche schlagen bis er sich lang gedehnt hat. Falten und mit dem Handballen wegdrücken. Den Teig erneut falten, um 90° drehen, auf die Arbeitsfläche schlagen und mit dem Handdrücken wegdrücken. Den Vorgang 10 Minuten wiederholen. Wahlweise eine Küchenmaschine benutzen. 1EL Olivenöl in eine Schüssel geben, den Teig hineinlegen und mit Klarsichtfolie abdecken. Etwa 3 Stunden, bis der Teig sich verdoppelt hat an einem warmen gehen lassen. Dünn ausrollen und nach Wunsch belegen.

Steinpilze, getrocknet

25g Pilze mindestens 30 Minuten in 500ml lauwarmen Wasser einweichen. Abgießen, dabei das Einweichwass auffangen. Die Pilze gut ausdrücken und mehrfach mit kaltem Wasser ausspülen. Sand und Erdreste abwaschen und mit Küchenkrepp trockentupfen. Je nach Bedarf ganz lassen oder hacken.

Tomatensauce, einfach

800g Tomaten, 3 Knoblauchzehen,  2EL Olivenöl, 1EL Basilikum

Den Knoblauch geschält in Scheiben schneiden und in 2 EL Öl leicht anrösten. Dosentomaten hinzufügen und unter Rühren die Mischung bei hoher Temperatur 15 Minuten einkochen. Die Basilikumblätter und noch ein wenig Öl beifügen, Sauce abschmecken.

2 Responses to Vorratsschrank

  1. Thomas Riedl 11/01/2016 at 14:01 #

    Hallo Pia,

    auf Deinen Blog bin ich gestoßen, weil ich nach der Zubereitung von Specksegeln suchte.
    Da führte wohl kein Weg an Deiner weißen Bohnensuppe mit Jakobsmuschel vorbei!

    Und so habe ich noch ein wenig in Deinem Blog gestöbert und öffnete den Vorratsschrank.

    So einen Vorratsschrank anzulegen, macht auf jeden Fall Sinn. Deiner wirkt aber leider (noch?) leer und unsortiert. Was macht man mit Baharat? Was mit den eingelegten Kohlrabi?
    Und den Hefeteig bereite ich als Vorrat zu???

    Du meinst es sicher anders. Aber wie?

    Kulinärrische Grüße aus dem Rheinland

    Thomas

    • pia 11/01/2016 at 15:22 #

      Hallo Thomas! Toll, dass Du den Weg zu mir gefunden hast! Ich habe heute ein Rezept für kandierte Whiskey-Specksegel gefunden! Die muß ich demnächst unbedingt ausprobieren.
      Was mein Vorratsschrank angeht: Du hast völlig recht, der ist unsortiert und chaotisch, sehr stiefmütterlich behandelt. Mein wunder Punkt, genau wie meine Kategorie Restaurants, die ich dringend mal wieder überarbeiten müsste.
      Ich hab mir das so schön vorgestellt, komme aber nicht hinterher. Ich bin froh regelmässig Rezepte bloggen zu können. Und der Hefeteig gehört natürlich nicht da rein, wobei ich einen Italiener kenne, der seinen vorbereiteten Pizzateig immer portioniert einfriert. Es hat sich die Kategorie Grundrezepte miteingeschlichen. Rezepte zu dem eingelegten Kohlrabi und dem Baharat habe ich allerdings, nur muss ich die offensichtlich besser verlinken!
      Ich wollte einen AUflistung von haltbaren Grundzutaten, aus denen man etwas leckeres zaubern kann oder die man für meinen Rezepte braucht! Ich glaube aber Du bist der Erste, der es gemerkt hat! Vielen Dank für die Erinnerung und die Motivation es zu verbessern!
      Viele Grüße ins Rheinland!
      Pia

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