Die Rückkehr zur Langsamkeit.

Ich hab mich verliebt.

Und das, obwohl dieses Jahr tatsächlich die Hochzeit mit Herrn Nimmersatt geplant ist.

Es geschah einige Tage nach Weihnachten. Ich habe in meinen neuen Kochbüchern geschmökert. Endlich habe ich mal wieder welche geschenkt bekommen. Im Allgemeinen geht man davon aus, ich hätte genügend.

Das Vorwort von Christian Seiler versprach viel und las sich wie eine kleine Liebeserklärung an den Autor und eher selten lese ich bei Kochbüchern das Vorwort.

Claudio del Principe schreibt mit so großer Liebe und Leidenschaft für die Produkte und die Verarbeitung selbiger, dass es schon beim Lesen seines Vorwortes um mich geschen war. Ich möchte in das Buch hineinkriechen, die Gerüche und Aromen einatmen, die Teige fühlen – einfach mit dem Autor in der Küche stehen. Abseits von Smoothies und Superfoods geht es um wirkliches Essen, um Achtsamkeit, Wertschätzung und Langsamkeit.

Was wird wohl meine Schwiegermutter in spe zu meiner neuen Liebe sagen? Ausgerechnet von ihr habe ich Claudio del Principes ‘a casa’  geschenkt bekommen?!

Das Buch ist als kulinarisches Tagebuch aufgebaut. Mitgebracht hab ich heute – wie soll es anders sein – ein Rezept vom 5.Januar: Mazerierte Blutorangen. Nicht, dass ich die sizilianischen Blutorangen mit den wohlklingenden Namen, von denen Claudio del Principe so schwärmt, bei meinem Obsthändler gefunden hätte… Aber sie haben so gut geschmeckt, das meine Raupe nach mehr schrie –  nein stimmt nicht, im Moment bittet sie um mehr – und von allen Schalen das verbleibende Fruchtfleisch abgeknabbert hat. Und ich kann kaum den Sonntagmorgen abwarten, wenn ich die Orangen zu Pancakes servieren werde.

P.S.:Der heimische Apfel für meinen Lievito madre liegt auch schon bereits, ich werde berichten…

Mazerierte Blutorangen

  • Menge der Blutorangen nach Bedarf
  • brauner Zucker

Die Orangen heiß abwaschen. Von zwei Orangen sie Schale abreiben. Mit einem scharefn Messer die Orangen oben und untern bis auf das Fruchtfleisch anschneiden, danach die Orangen schälen. Die Filets herausschneiden, aus den übrig gebliebenen Trennhäuten den Saft auspressen. Die Orangenfilets in eine Auflaufformschichten und jede Schicht mit braunem Zucker und abgeriebener Orangenschale bestreuen. Die Auflaufform abdecken und mindestens für 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Mit Pfannkuchen, Eis, Pannacotta oder Salaten genießen.

2 Responses to Die Rückkehr zur Langsamkeit.

  1. Renate 06/01/2018 at 18:33 #

    Liebe Pia,

    hätte ich nur im Entferntesten geahnt, wohin das Schenken dieses Kochbuches führen würde,

    ich glaube, ich hätte eine andere Wahl getroffen. Nun denn, es ist passiert. Zum Glück ist die

    Hochzeit mit Herrn Nimmersatt ja schon lange geplant, und wie ich dich kenne, machst du jetzt

    keinen Rückzieher. Koche weiterhin mit großer Leidenschaft nach Rezepten von Claudio und

    dann genießt das Essen zu dritt.

    • pia 07/01/2018 at 19:27 #

      Liebe Renate, ich glaube, so werde ich es handhaben! 😉 Vielleicht kommst Du ja auch mal vorbei und wir genießen das Essen zu viert! Liebste Grüße, Deine Pia

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